Nun steht es also fest. Die 48. Bundesliga Saison wird mit einem Einheitsball gespielt. “Torfabrik” heißt das Spielgerät, das schon im Vorfeld für geteilte Meinungen sorgt. Hergestellt wird der Ball von Adidas und besteht aus den gleichen Materialien wie der WM-Ball “Jabulani”. Was in den europäischen Top-Ligen wie England, Italien und Frankreich schon lange Standart ist, wird hierzulande jedoch heftig diskutiert.
Wie bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zu sehen war, hatten gerade die Goalkeeper so ihre Probleme mit dem Ball. Die Engländer hetzten nach dem verlorenen Achtelfinale, dass wir Deutsche den Vorteil hatten, schon monatelang mit dem Ball trainiert zu haben. WM-Wunderkind Thomas Müller konterte dies geschickt. Als Profi würden 3 Wochen genügen um sich auf einen Ball einzustellen. Immerhin bekommen gerade die Spieler von der Insel ja horrende Gehälter für ihre Kunst mit dem Ball. Mit Sicherheit ist der Ball unangenehm für die Keeper, jedoch war auch eigenes Unvermögen oftmals der Grund, warum die Pille hinter der Linie landete.
Nun kommt also der kleine Bruder des “Jabulani” in die Bundesliga 1 und 2. Adidas sichert sich so nach dem Ausrüstervertrag mit dem DFB und der Nationalelf nun also auch einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Fussball Liga. Zum einen um die Marktführerschaft in der Bundesrepublik zu festigen, zum anderen mit Sicherheit auch weil Konkurrent Nike die Englische Fussball Liga mit einem Einheitsball mit dem “Swoosh” beliefert. Und da die DFL Adidas vertraglich zusichert, den Einheitsball bis zum Ende der Spielzeit 2013/14 einzusetzen, erhält man vom Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach pro Saison 5 Millionen Euro. Diese Einnahmen werden nach einem Schlüssel auf die 36 Erst- und Zweitligaclubs verteilt.
Dennoch reissen die Diskussionen um den neuen Ball nicht ab. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp äußerte sich schon wie folgt: “Die neue Pille ist wie eine Regeländerung durch die DFL. Als wären die Tore größer gemacht worden. Wir werden viel mehr Treffer sehen und Torhüter, die bei den Bällen schlecht aussehen.” Aber um ganz ehrlich zu sein, darf man doch von Fussballprofis erwarten, dass sie sich auf einen solchen Ball einstellen können. Immerhin trainieren sie den halben Tag und wenig Geld bekommen sie dafür auch nicht gerade.
Wir Fans können uns auf jeden Fall auf eine ereignisreiche Saison freuen. Eine Saison, in der die Torhüter mit Sicherheit nicht immer gut aussehen werden. Eine Saison, in der wir wahrscheinlich wunderschöne Tore sehen werden, von denen nichtmal die Spieler erwarten werden, dass sie diese schiessen.Eine Saison wie jede andere. Mit Freude, Verzweiflung, Jubel, Trauer………und ein bisschen mehr Spannung, danke eines Spielgeräts namens “Torfabrik”.
In diesem Sinne

